Wie verbreitet problematisches Spielverhalten ist
Glücksspiel gehört für viele Menschen in Deutschland zur Freizeitgestaltung. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen etwa 1,3 Prozent der 16- bis 70-Jährigen ein problematisches Spielverhalten, weitere 3,3 Prozent gelten als gefährdet. Das sind mehrere Hunderttausend Betroffene, Tendenz regional unterschiedlich. Ausführlichere Infos finden Sie unter online casino ohne einzahlungslimit.
Die Gründe für eine Spielsucht sind vielfältig: Stress, Einsamkeit, der Wunsch nach schnellem Geld oder ein unkontrollierter Umgang mit Online-Angeboten. Besonders riskant sind Spiele mit hoher Ereignisfrequenz wie Automatenspiele oder Sportwetten, bei denen Einsätze in kurzer Zeit wiederholt werden.
Wer sein Spielverhalten kritisch hinterfragt, findet in Deutschland ein dichtes Netz an Hilfsangeboten – von anonymen Beratungen bis zu stationären Therapien. Wichtig zu wissen: Die Kosten für Beratung und Behandlung übernehmen in der Regel die Krankenkassen oder öffentliche Träger.
Beratung, Therapie und Selbsthilfe im Überblick
Die erste Anlaufstelle ist oft die kostenlose Telefonberatung der BZgA unter 0800 1 37 27 00. Sie ist anonym, rund um die Uhr erreichbar und vermittelt bei Bedarf weiter. Ergänzend bietet die BZgA das Online-Programm „Check out“ an, das Betroffene in mehreren Modulen dabei unterstützt, ihr Spielverhalten zu ändern.
Vor Ort helfen Suchtberatungsstellen, die meist von Kommunen, Caritas, Diakonie oder dem Deutschen Roten Kreuz getragen werden. Dort erhalten Betroffene Einzelgespräche, Gruppenangebote und Unterstützung bei Anträgen. Für eine tiefere Behandlung stehen ambulante Suchttherapien bei niedergelassenen Psychotherapeuten sowie stationäre Aufenthalte in Fachkliniken zur Verfügung.
Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Spieler oder das „Spieler-Selbsthilfe-Netzwerk“ bieten den Austausch mit Gleichbetroffenen. Studien zeigen, dass die Kombination aus professioneller Beratung und Selbsthilfe die Rückfallquote deutlich senkt – sie liegt bei konsequenter Behandlung häufig unter 30 Prozent innerhalb des ersten Jahres.
Ein wichtiger Baustein ist auch die technische Sperre: Über die bundesweite Datei „OASIS“ können sich Spieler für alle legalen Anbieter sperren lassen. Diese Selbstsperre gilt mindestens ein Jahr und kann kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantragt werden.
Was Angehörige tun können
Angehörige leiden oft mit und wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Auch für sie gibt es Beratungsangebote, etwa bei der BZgA oder in lokalen Suchtberatungsstellen. Wichtig ist, nicht die Schuld bei sich zu suchen, sondern klare Grenzen zu setzen und professionelle Hilfe einzubeziehen.
Finanzielle Kontrolle kann helfen: Gemeinsame Konten, feste Budgets und die Sperrung von Zahlungswegen bei Glücksspielanbietern reduzieren das Risiko. Wer den Verdacht hat, dass eine Person spielsüchtig ist, sollte das Gespräch sachlich suchen und konkrete Hilfsangebote parat haben.
Die gute Nachricht: Spielsucht ist behandelbar. Je früher Betroffene Unterstützung annehmen, desto besser die Aussichten. Alle genannten Angebote sind kostenlos, vertraulich und speziell auf die Situation in Deutschland zugeschnitten.